Unsere Autoren

Alfred Bodenheimer

Kains Opfer

Das Ende vom Lied


Alfred Bodenheimer, geboren 1965 in Basel, studierte Germanistik und Geschichte und promovierte über Else Lasker-Schüler.
Er betrieb Talmudstudien in Israel und den USA und wurde 2003 Professor für Jüdische
Literatur- und Religionsgeschichte an der Universität Basel.

Alfred Marquart

Flieg, Gedanke…


Alfred Marquart (1945–2012) studierte Germanistik und Geschichte in Heidelberg.

Er arbeitete in leitender Funktion im Kulturprogramm des SWR in Baden-Baden. Seine Liebe galt zeitlebens und seit seinem ersten Opernbesuch mit 5 Jahren («Don Giovanni») diesem merkwürdigsten aller Kunstgenres. In Italien fühlte er sich genauso daheim wie in den Opern Giuseppe Verdis.

Marquart verstarb am 3. September 2012 in Heidelberg.

Ian Bostridge

Schuberts Winterreise


Ian Bostridge, geboren 1964 in London, ist ein britischer Opernsänger (Tenor) und gilt als einer der grössten Liedsänger unserer Zeit. Für seine Einspielungen hat er zahlreiche Preise erhalten, darunter mehrfach den ECHO-Klassik.

Er hat in Oxford mit einer Arbeit über Hexen in England promoviert und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in London.


Patrick Leigh Fermor

Die Zeit der Gaben


Patrick Leigh Fermor (1915–2011) wurde 1932 der Schule in Canterbury verwiesen, weil er sich «in ein Mädchen beim Gemüsehändler verguckte». Während der Aufnahmeprüfung in die Armee hatte er die fabelhafte Idee, nach Konstantinopel zu wandern…

Drei Jahre lang organisierte er als britischer Agent auf Kreta den Widerstand, konnte 1944 den deutschen General Kreipe gefangen nehmen und wurde ein Held. (Verfilmt wurde diese Begebenheit aus Fermors Leben mit Dirk Bogarde in der Hauptrolle und Musik von Mikis Theodorakis. Titel des Spielfilms: «Ill Met by Moonlight»)

Patrick Leigh Fermor zählt zu den bedeutendsten englischsprachigen  Reiseschriftstellern. Er verstarb am 10. Juni 2001 in Worcestershire, England.

Pierre Assouline

Die Kundin


Pierre Assouline wurde 1953 in Casablanca geboren. Er entstammt einer sephardischen Familie, sein Vater kämpfte in der Resistance. Als Schriftsteller hat er mehr als zwanzig Bücher veröffentlich. Daneben ist Assouline als Journalist tätig.

Als Assouline Anfang der neunziger Jahre im Archiv arbeitete, um das Leben von Georges Simenon im Krieg zu erforschen, fand er zahlreiche anonyme Denunziationen. Eine galt der Familie eines Freundes, die deportiert wurde. Marguerite Duras prophezeite ihm: «Du wirst sehen, das wird dein erster Roman.» Wieder im Archiv, stiess er auf die Namen seiner Schwiegereltern. Das ging ihm zu nahe. Er beschloss, nicht weiterzusuchen. Erst sieben Jahre danach entstand «Die Kundin». Die Fiktionalisierung half ihm, den zum Schreiben notwendigen Abstand zu wahren. «In meinen Augen ist das Leben nicht schwarz-weiss», sagt Pierre Assouline. «Es ist grau. Was mich interessiert, sind die Menschen und ihre geheimen Schubladen.»

Für seinen 2005 erschienenen Roman «Lutetia» (deutsch «Lutetias Geheimnisse», 2006 Blessing) erhielt Assouline den Prix de la Maison de la Presse.

Michail Sostschenko

Wie mit Gabeln aufs Wasser geschrieben


Wenn Michail Sostschenko, 1885 in Russland geboren, etwas betrieb, dann schien es irgendwo zu knirschen, als passe eins nicht zum anderen, und zwar meist so gewaltig, dass er es selbst bald aufgab. Nur eine der zahlreichen Tätigkeiten, die er nach seinem Jurastudium annahm, darunter Rotarmist, Kriminalpolizist, Geflügelzüchter, Telefonist und Schuhmacher, sollte er fortführen, bis er schliesslich

mundtot gemacht würde: das Schreiben. Dabei wurde er selbst Zeit seines Lebens von Depressionen und psychotischen Zuständen geplagt, so dass man ihn auch den «Mann, der niemals lacht» nannte. Während der Autor selbst ständig von Zweifeln geplagt wurde, war der selbstkritische Blick bekanntlich keine Stärke des herrschenden Systems seines Heimatlandes, so dass man ihn schliesslich durch Ausschluss aus dem nationalen Schriftstellerverband mundtot machte. Dabei sind seine satirischen Geschichten über die Schwächen der Menschen, der Gesellschaft und des Systems auch heute noch aktuell.


Die Auferstehung

Karl-Heinz Ott


Karl-Heinz Ott, 1957 in Ehingen an der Donau geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft. Er ist Verfasser mehrerer Romane, Bühnenwerke und Essays und wurde für sein Werk mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises (1999), dem Alemannischen Literaturpreis (2005), dem Preis der LiteraTour Nord (2006), dem Johnann-Peter-Hebel-Preis (2012) und dem Wolfgang-Koeppen-Preis (2014).


Unsere Sprecher

Thomas Sarbacher

Kains Opfer

Das Ende vom Lied

Die Zeit der Gaben


Der Sprachvirtuose arbeitet als freischaffender
Schauspieler in Deutschland und in der Schweiz. Nach langjähriger Zugehörigkeit zum Ensemble der Bremer Shakespeare Company folgten diverse Gastengagements an Theatern in Konstanz, Zürich und Hamburg. Hinzu kam seit dem Jahr 2000 die Arbeit für Film und Fernsehen.
Heute macht er neben dem viele Lesungen, liest Hörbücher ein, unter anderem für die Schweizer Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte, und erarbeitet Theaterproduktionen, die er in Zürich zur
Aufführung bringt.

Hans Peter Hallwachs

Flieg, Gedanke…


Die Vielseitigkeit des Schauspielers und Regisseurs, Musikliebhabers und Verdi-Kenners Hans Peter Hallwachs, 1938 in der märkischen Kleinstadt Jüterbog geboren, lässt sich schon an seinen Theaterrollen erkennen. Vom Mephisto im «Faust», Dorfrichter Adam im «Zerbrochenen Krug», Horatio in «Hamlet», Romeo in «Romeo und Julia» bis zu Spiegelberg in «Die Räuber» oder Mohr in «Fiesco», um nur wenige zu nennen, hat er in seiner 1951 begonnenen Theaterkarriere nahezu alle bedeutenden Rollen gespielt.

Seit mehr als 50 Jahren ist Hallwachs auch als Film- und Fernsehschauspieler erfolgreich. Als Sprecher des Verdi-Hörbuchs «Flieg, Gedanke…» zeigt Hallwachs auch seine grosse Erfahrung als Hörbuchsprecher, der sein exzellentes Können bereits in vielen Hörbuch-Produktionen gezeigt hat. Hans Peter Hallwachs lebt in Berlin.

Matthias Neukirch

Schuberts Winterreise


Der am Mozarteum in Salzburg ausgebildete Schauspieler Matthias Neukirch brillierte zuletzt am Schauspielhaus in Zürich in der Rolle des Homo Faber von Max Frisch. Nach seinen verschiedenen Theater-Engagements in Heilbronn, Lübeck, Zürich, Kassel, Mannheim, Hannover und von 2009 bis 2015 am Deutschen Theater in Berlin ist Neukirch seit 2015 Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich. Daneben hatte er seit 1996 an verschiedenen Kino- und Fernsehproduktionen mitgewirkt.

«Schuberts Winterreise – Lieder von Liebe und Schmerz» wird die erste Hörbuchproduktion an der Matthias Neukirch, der in seiner Freizeit Klavier und Saxophon spielt, mitwirkt.


Boris Mattèrn

Wie mit Gabeln aufs Wasser geschrieben

Die Kundin


Der Schweizer Schauspieler Boris Mattèrn verbrachte seine Kindheit und Jugend in Zürich, war als Theater-Schauspieler an den grossen Häusern im deutschsprachigen Raum engagiert und lebt heute in Bonn. In seinen mehr als vier Jahrzehnten Theater-Arbeit war Mattèrn u.a. am Schauspielhaus Zürich, den Vereinigten Bühnen Graz, am Staatstheater Karlsruhe, den Münchner Kammerspielen, dem Thalia Theater und Schauspielhaus in Hamburg und zuletzt am Bonner Schauspiel engagiert. Daneben hatte er diverse Fernsehauftritte in Deutschland und der Schweiz.

Als langjähriger Freund des Verlegers hatte er massgeblichen Einfluss auf die Qualität der Hörkultur-Produktionen. Als Sprecher des ersten Hörbuches des Verlages, «Wie mit Gabeln auf Wasser geschrieben», wurde Mattèrn für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert. Neben den Satiren von Michail Sostschenko, in denen er seine markante Stimme einfühlsam dem einfachen russischen Bürger verleiht, ist Boris Mattèrn auch der Sprecher des Romans «Die Kundin» von Pierre Assouline.

Hans-Werner Meyer

Die Auferstehung


Der gebürtige Hamburger beginnt seine Schauspielkarriere am Residenztheater in München und wechselt später an die Berliner Schaubühne.

Sein Filmdebüt gibt Hans-Werner Meyer 1994 als Englischlehrer Jochen in Joseph Vilsmaiers «Charlie & Louise – Das doppelte Lottchen». Seitdem spielt er in über 120 Film- und Fernsehproduktionen.

Mit seinem ersten Hörbuch «Spider» gewinnt er 2007 den Hörbuchpreis Ohrkanus. Bei dieser Gelegenheit haben er und der Verleger verabredet, einmal ein gemeinsames Projekt zu realisieren. Mit «Die Auferstehung» von Karl-Heinz Ott wird dies nun fast 10 Jahre später realisiert.

2009 erschien im Südwest Verlag sein Buch «Durchs wilde Kurdistan» über Abenteuer und Abgründe der väterlichen Elternzeit. Als Tenor der vierköpfigen A-Capella-Gruppe Meier & die Geier tritt er regelmäßig auf.

Als Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) setzt sich der Schauspieler für die Interessen seiner Kollegen ein.

Seit 2011 spielt Meyer den Kriminalhauptkommissar Oliver Radek in der ZDF-Krimiserie «Letzte Spur Berlin».

Thomas Thieme

Evangelio



Cathrin Störmer

Mozart Genius und Eros


Cathrin Störmer, geboren in Göttingen, lebt und arbeitet in Basel. Sie ist dort seit 2012 Ensemblemitglied des Theater Basel und hat dort mit RegisseurInnen wie Thom Luz, Simon Stone, Robert Borgmann,  Philipp Stölzl, Sebastian Nübling, Volker Lösch, Bettina Oberli und vielen anderen gearbeitet. Mit ihrem Kollegen Andreas Storm hat sie die Lecture-Perfomance-Reihe WORSTCASESZENARIOS kreiert, seit mehreren Jahren präsentieren die beiden aus ihrer Sicht misslungene Kunst in vielen Städten der Schweiz.

 

Vor ihrem Engagement am Theater Basel lebte sie in Zürich und war unter anderem als Gast am Schauspielhaus Zürich und am Theater Kanton Zürich tätig, arbeitete aber hauptsächlich frei mit verschiedenen Formationen zusammen, u.a. mit den RegisseurInnen Anna-Sophie Mahler, Tim Zulauf, Manuel Bürgin und vielen anderen.

 

Neben ihrer Theatertätigkeit arbeitet sie auch als Sprecherin, u.a. für das Schweizer Radio, verschiedenen Literaturfestivals und für die schweizerische Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte.

 


Unsere Regisseure

Franz Wassmer

Kains Opfer

Das Ende vom Lied

Die Zeit der Gaben

Schuberts Winterreise

Die Auferstehung


Nach Hunderten von gelesenen, vielmehr verschlungenen Büchern hat sich der Seiteneinsteiger mit über sechzig Jahren an seine ersten Regiearbeiten gewagt. Im Vertrauen auf die Fähigkeiten und Erfahrungen der Sprecher sind seine Regieanweisungen spar- und behutsam.

Seine Intention: Erfassen, was sich hinter dem Papier und der Druckerschwärze und über den Seiten und unter den Buchstaben verbirgt. Und oft ist es nicht das, was uns im ersten Moment anspringt, sondern ein geheimnisvolles Gewebe von ineinanderfliessenden Gedanken. Diese Essenz ins gesprochene Wort zu transferieren ist Aufgabe und Kunst in der Zusammenarbeit von Sprecher und Regisseur.

Walter Adler

Wie mit Gabeln aufs Wasser geschrieben

Flieg, Gedanke…

Die Kundin


Der 1947 in der Eifel geborene Regisseur ist der

bedeutendste Hörspielmacher Deutschlands. Nach dem Studium an Schauspielschulen in Bochum und Berlin war er zunächst Regieassistent beim Südwestfunk Baden-Baden. Seit 1971 ist er freier Autor und Regisseur für Hörspiel und Theater. Er hat

insgesamt über 200 Projekte realisiert, darunter

«Centropolis» (1976) und «Frühstücksgespräche in Miami» (1978), für die er die wichtigste deutsche Auszeichnung der Branche, den Hörspielpreis der Kriegsblinden. bekam. Sein jüngstes und umfangreichstes

Projekt ist die Inszenierung von Tad Williams’ «Otherland» mit insgesamt über 250 Schauspielern.

Walter Adler ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und lebt in Köln.