Alfred Marquart verfiel der Oper im Alter von fünf Jahren bei einer Aufführung von „Don Giovanni“. Zwanzig Jahre später verfiel er gleichermassen dem Komponisten Verdi - bei ei-nem eher zufälligen Besuch in dessen Heimatregion, der Bassa. Trotz dieser musikalischen Vorlieben studierte er Geschichte, Germanistik, Philosophie und politische Wissenschaften in Heidelberg und wurde Journalist, zunächst beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart, dann beim Südwestfunk in Baden-Baden und jetzt beim aus beiden fusionierten SWR. Zu seinen Buchveröffentlichungen gehören Bücher über das Handwerk des Journalisten und über berühmte Kriminalromanfiguren (Marlowe, Maigret, Poe’s Dupin), deren fiktive Biographien er verfasst hat. Zudem war er Mitautor der seinerzeitigen Kult-Hörfunkserie „Der Frauenarzt von Bischofsbrück“, einer Mischung aus Kitsch und Satire. Mit Musik beschäftigt er sich nicht nur privat, sondern hin und wieder auch beruflich, z.B. in grossen Featuresendungen (über Verdi und Offenbach z.B.) und lange Jahre als Opernkritiker. Er ist mit einer Richterin verheiratet, hat zwei Kinder und mindestens zehn Kilo Übergewicht. Er liebt italienische Küche und französischen Rotwein, italienische Renaissance-Malerei und jede Form von ernstzunehmender Musik. Es gibt kaum ein europäisches Opernhaus, das er nicht kennt. Seine Lieblingskomponisten sind Mozart und Verdi geblieben.
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